Richtig kompostieren mit dem Thermokomposter

Ein Thermokomposter kann die Zersetzung von organischem Material erheblich beschleunigen, sodass du binnen weniger Monate reifes Substrat erhältst. Damit dies allerdings gelingt, kommt es vor allem auf die richtige Handhabung des Thermokomposters an. Nachfolgend findest du die wichtigsten Informationen zum Umgang mit einem Thermokomposter, sodass dir die Kompostierung problemlos gelingt.

Das richtige Schichtsystem

Das Schichtsystem ist ausschlaggebend dafür, dass die Zersetzungsprozesse im Thermokomposter reibungslos ablaufen. Dabei ist vor allem der Bodenkontakt wichtig, um den notwendigen Mikroorganismen das Eindringen zu ermöglichen.

Für die unterste Schicht hat sich sperriges Strukturmaterial wie beispielsweise zerkleinerte Zweige, Reisig oder Heckenschnitt bewährt. Auf diese Weise dringt die Luft leichter ein und überschüssiges Wasser kann besser abfließen. Somit werden Staunässe und die daraus resultierenden Gärungsprozesse verhindert. Wird diese Schicht mit etwas reifem Kompost bedeckt, beginnen die Mikroorganismen sofort aktiv mit der Zersetzung der Materialien.

Darauf folgen fortlaufend Schichten aus gut gemischten Garten- und Küchenabfällen. Nach rund 20 bis 30 cm ist es ratsam, eine etwa 5 cm dicke Schicht Erde darüber zu geben. Insgesamt solltest du maximal 1,20 m hoch schichten, damit die Kompostierung insgesamt nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Je nach Modell ist sogar eine Begrenzungslinie angegeben. Anschließend folgt eine Ruhepause, da Störungen den Reifeprozess bremsen können. Sobald nach mehreren Wochen etwa ein Drittel des Materials reduziert wurde, kannst du den Inhalt umschichten. Dies fördert die Durchlüftung und beschleunigt die weiteren Prozesse.

Je vielseitiger die Zusammensetzung des Komposts ausfällt, desto schneller und unproblematischer verlaufen die Prozesse innerhalb der Kompostierung.

Achtung!

Der Thermokomposter sollte nicht sofort ganz befüllt werden. Besser ist die fortlaufende Befüllung mit täglich anfallenden Materialien.

Nehmen Küchenabfälle einen Großteil des Füllguts ein, solltest du aufgrund des hohen Wassergehalts stets auf eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sowie Be- und Entlüftung achten. Möchtest du die Zersetzungsprozesse zusätzlich unterstützen, empfiehlt es sich, nasse Materialien mit trockenen und grobe Materialien mit feinen zu vermengen.

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Das Milieu beeinflusst die Zersetzungsprozesse

Mit der Kombination aus den folgenden fünf Faktoren schaffst du optimale Rahmenbedingungen für die Kompostierung:

pH-Wert: Damit der pH-Wert konstant bleibt, solltest du diesen regelmäßig prüfen und bei Bedarf anpassen. Während ein saures Milieu Pilze fördert, wirkt sich eine alkalische Umgebung bakterienfreundlich aus.

Feuchtigskeitsgehalt: Damit die Materialien im Thermokomposter nicht zu faulen beginnen, sollten diese nicht zu nass ausfallen. Als Faustregel gilt, dass die Beschaffenheit des Füllguts der eines ausgepressten Schwamms ähneln sollte.

Sauerstoffgehalt: Für eine zusätzliche Belüftung kannst du ganz einfach sorgen, indem du mit einer Harke in das Kompostgut stichst und dieses somit umschichtest.

Temperatur: Besonders im Sommer ist darauf zu achten, dass der Temperaturanstieg nicht zu hoch ausfällt. Zu Beginn des Zersetzungsprozesses sind rund 60 Grad Celsius durchaus normal. Höhere Temperaturen können hingegen den Hitzetod für die wichtigen Bodenorganismen bedeuten. Um dies zu verhindern, solltest du für einen schattigen Standort mit einer ausreichenden Belüftung sorgen.

Nährstoffgehalt: Damit sich die Mikroorganismen im Thermokomposter angemessen vermehren können, benötigen diese eine gewisse Menge Stickstoff. Während ein zu geringer Stickstoffanteil die Kompostierung zum Erliegen bringt, schädigen zu große Mengen hingegen die Zersetzung der Humus Moleküle. Optimal ist somit ein gesundes Gleichgewicht.

Diese Dinge gehören in einen Thermokomposter

Um nährstoffreichen Humus generieren zu können, ist zunächst die Auswahl des Füllguts entscheidend. Denn ein Thermokomposter erfüllt nicht den Zweck eines klassischen Abfalleimers. Die Auswahl sowie die Zusammensetzung sollten stets bewusst erfolgen. Diese Dinge darfst du beispielsweise bedenkenlos in deinen Thermokomposter geben:

  • Gemüse- und Gemüseabfälle (z.B. Kartoffeln)
  • Eierschalen (zerkleinert)
  • Kaffee- und Teesatz
  • Topfpflanzen und Schnittblumen
  • Verbrauchte Blumenerde
  • Laub
  • Rasenschnitt (stets angetrocknet und in kleinen Mengen)
  • Holzasche

Tipp:

Am besten gibst du alles möglichst zerkleinert in den Thermokomposter. Dies gelingt zum Beispiel mit einem Häcksler. Rasenschnitt oder Himbeerruten können alternativ auch mit dem Rasenmäher zerkleinert werden.

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Häufige Fehler beim Kompostieren mit dem Thermokomposter

Obwohl der Umgang mit einem Thermokomposter nicht allzu schwer ist, kann vor allem anfangs das ein oder andere Missgeschick passieren. Wir haben dir hier die drei häufigsten Fehler zusammengefasst, die du unbedingt vermeiden solltest:

Das falsche Füllgut

Wie bereits erwähnt, sind nicht alle Abfälle für deinen Thermokomposter geeignet. Auf diese Materialien solltest du beispielsweise verzichten:

  • Fleisch-, Fisch- und Wurstprodukte
  • Speisereste und Soßen
  • Brot
  • Käserinde
  • Zitrusfrüchte
  • Bananenschalen
  • Nussschalen und große Kerne (z.B. Mango)
  • Knochen
  • Steine
  • Kranke Pflanzenteile
  • Beikräuter mit Wurzeln (Girsch, Löwenzahn)
  • Grillkohle und Asche von Kohle
  • Zigaretten und Straßenkehricht
  • Staubsaugerbeutel
  • Scherben
  • Medikamente

Verfrühte Entnahme des Komposts

Fertiger Humus weist eine krümelige Beschaffenheit und den Geruch von Waldboden auf. Bist du dir unsicher, ob die Zersetzung bereits abgeschlossen ist, kannst du den Reifegrad mit dem Kressetest prüfen. Dabei gehst du wie folgt vor

  1. Befülle ein Einmachglas zu einem Drittel mit Kompost.
  2. Gebe darauf Kressesamen
  3. Gieße das Ganze leicht an und verschließe das Glas
  4. Beobachte das Wachstum

Werden die Pflänzchen grün und die Wurzeln weiß, ist der Kompost bereits reif. Entwickeln sich hingegen braune Pflänzchen, ist der Kompost noch unreif.

Kein ausgeglichenes Milieu

Stehen die oben genannten Komponenten miteinander im Ungleichgewicht, sind die Abläufe im Thermokomposter beeinträchtigt und kommen schlimmstenfalls vollständig zum Erliegen. Um dies zu vermeiden, solltest du die bereits genannten Punkte unbedingt berücksichtigen.

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