Brombeere richtig pflegen: So einfach geht´s

Die Brombeere (Rubus fruticosus) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zeichnet sich durch ihre Färbung und ihren einzigartigen Geschmack aus. Bei den „Beeren“ handelt es sich Sammelfrüchte, die aus einzelnen Steinfrüchten bestehen. Sie werden durch sehr feine, beinahe unsichtbare Härchen zusammengehalten und haben einen festen Kern. Die saftigen Vitaminbomben schmecken süß-säuerlich und besitzen einen tintenblauen Glanz mit violettem Schimmer.

Herkunft und Arten

Ursprünglich stammt die Rubus fruticosus aus den Wäldern Eurasiens und Nordamerikas. Sie wurde bereits von den alten Griechen als Heilpflanze geschätzt. Die weltweit in gemäßigten Zonen verbreitete Brombeere kommt auch in den heimischen Gärten in Deutschland und Österreich vor. 

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben Brombeeren auch als Kulturobst eine immer größere Bedeutung. Es wird zwischen rankenden und aufrecht wachsenden Arten unterschieden. In diesem Ratgeber stellen wir einige beliebte Brombeersorten vor.

Zu den bekanntesten Brombeersorten gehören:

  • Silvan„: Dabei handelt es sich um eine sehr frühe, stachellose Frucht, die bereits im Juli vom Strauch abgeerntet wird. Diese Sorte ist eher anfällig für Rankenkrankheiten.
  • Choctaw„: Dabei handelt es sich um eine klassische Sorte mit süß-säuerlichen Früchten. Die Blütezeit der Choctaw Brombeeren fällt in den Mai und Juni. Geerntet werden die Vitaminbomben im Zeitraum zwischen Juni und Juli. Die Ranken können bis zu 3 Meter in die Höhe schießen.
  • Waldo„: Dabei handelt es sich um eine dornlose, ertragreiche, frühreife Sorte mit sehr geschmackvollen Früchten.
  • Wilsons Frühe„: An den aufrechtstehenden Ruten wachsen süße, aromatische Beeren. Diese Sorte sollte nie an Wassermangel leiden, denn das kann zu kleinen Früchten führen.
  • Black Satin„: Dabei handelt es sich um eine frostfeste Sorte, die einen durchlässigen, nahrhaften Boden bevorzugt. Die glänzend schwarzen, großen Früchte können ab Anfang August bis Ende September geerntet werden. Wegen der hohen Ruten ist ein Draht-Stützgerüst empfehlenswert.

Steckbrief

  • Name: Brombeere, (auch Dornbeere oder Kratzbeere)
  • Wissenschaftlicher Name: Rubus fruticosus
  • Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Erntezeit: abhängig von der Sorte vom Frühsommer bis Herbst
  • Blütenfarbe: weiß, teilweise rosa
  • Standorte: Gärten, wild wachsend an Waldränder
  • Eigenschaften: Verdauung anregend, beruhigend, regt die Stoffwechselfunktionen an
  • Blütezeit: abhängig von der Sorte, zwischen Mai bis Ende Juni
  • Vorkommen: in Regionen mit gemäßigtem Klima, Europa, Nordafrika, Vorderasien und Nordamerika.
  • Wuchstyp: Anders als wild wachsende Brombeersträucher lassen sich die kultivierten Sorten leicht beherrschen. Aber es ist sinnvoll eine Wurzelsperre (aus Teichfolie) einzuziehen. Es gibt rankenden und aufrecht wachsenden Arten. Vielfach lassen Gärtner ihre Kratzbeeren entlang von Draht-Stützgerüsten wachsen. Trotzdem sollten Brombeeren konsequent geschnitten werden.
  • Wuchshöhe: Die Wuchshöhe ist abhängig von der jeweiligen Sorte und liegt zwischen von 0,5 und 3 Metern.
  • Wuchseigenschaften: Wie bereits kurz angemerkt, können die langen Triebe der Kratzbeere sowohl aufrecht als auch überhängend wachsen. Meist sind Kletterhilfen erforderlich. Die Kulturformen haben größtenteils keine Stacheln.
  • Blütenfarbe: Weiß, manchmal sogar rosa
  • Blütezeit: Abhängig vom Standort (Region) zwischen Mai und Juni.
  • Licht: Brombeere Pflanzen schätzen einen sonnigen halbschattigen Standort. Die Brombeere im Kübel platzierst du am besten vor der Hauswand.
  • Bodenart: Die Kratzbeere bevorzugt tiefgründige, humusreiche Böden. Das Erdreich sollte gut durchlüftet sein.
  • Anbau: Die beste Zeit, um Brombeeren zu pflanzen ist der Frühling, wenn der Boden noch feucht ist. Zuerst wird ein Loch ausgehoben, in das der Wurzelballen passt. Rund um den Pflanzbereich solltest du die Erde auflockern und danach mit Kompost anreichern. Nach dem Einsetzen werden die Wurzeln mit Erde bedeckt und obendrein muss die Pflanze regelmäßig gegossen werden.
  • Bodenfeuchte: Der Boden sollte ständig mit Wasser versorgt werden, dann wirst du größere Früchte ernten.
  • Nährstoffbedarf: In der Regel reichen circa zwei Liter Kompost auf einem Quadratmeter. Bei nährstoffarmen Böden wird noch etwas organischer Beerendünger beigemengt.

Der ideale Standort für Brombeeren

Die robusten unkomplizierten Beerensträucher fühlen sich an einem mäßig sonnigen bis halbschattigen Standort sehr wohl. Der Platz sollte vor Ostwinden geschützt sein. Für Kratzbeere Pflanzen im Kübel ist die Hauswand auf dem Balkon ein guter Standort.

Brombeeren: Die richtige Pflege

Brombeersträucher tragen an den zweijährigen Ruten. Danach sterben diese Triebe ab. Diese Ranken werden im Herbst abgeschnitten. Junge Jahrestriebe werden auch gekappt, es sollten nur ungefähr 4 bis 5 Triebe stehen bleiben. Die Ruten lassen sich problemlos an einem Rankgitter entlang führen.

Brombeeren gießen

Die Kratzbeeren müssen regelmäßig ausreichend Wasser erhalten. Staunässe vertragen sie allerdings nicht.

Brombeeren düngen

Beim Pflanzen wird etwas Kompost unter die Erde gemischt, danach reicht es aus, wenn du die Sträucher einmal jährlich im Frühling mit mineralischem Beerendünger versorgst.

Brombeeren schneiden

Die alten Ruten werden in der Regel im Frühling oder Herbst auf Bodenhöhe abgeschnitten. Von den Jahrestrieben bleiben circa vier bis fünf kräftige Triebe stehen.

Brombeeren vermehren

Kriechende Sorten ohne Ausläufer werden durch Stecklinge und Steckholz vermehrt. Aufrechtstehende Brombeeren vermehrst du, indem du im zeitigen Frühjahr, vor dem Austreiben, Triebe abschneidest. Sie werden anschließend in feuchte Anzuchterde gelegt und zugedeckt. Sobald sich zehn Zentimeter lange Triebe gebildet haben, kannst du die neuen Pflanzen in ein Beet setzen.

Brombeere überwintern

Du kannst die Sträucher entweder mit einem Gartenvlies oder mit Reisig vor einem frostreichen Winter schützen. Brombeeren im Kübel können in einem kühlen, trockenen Raum überwintern.

Nützliches Zubehör

Du kannst die Pflanzen in große schöne Töpfe setzen. Zum Eingraben in ein Gartenbeet bewährt sich ein Spaten. Außerdem sollte sich der Gärtner mit Schutzhandschuhen ausrüsten, wenn er mit der Gartenschere die Triebe kappt.

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