Erdbeeren: Die besten Pflegetipps für eine reiche Ernte

Dieses süße Früchtchen gehört auf alle Fälle in jeden Garten, es geht um die Erdbeere. Nicht ohne Grund eine der beliebtesten heimischen Gartenpflanze. Erdbeeren (Fragaria) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) produzieren häufig Ausläufer. Sie besitzen einfach aufgebaute Blüten mit fünf Blütenblättern. Ihre Ausläufer entwickeln eigenen Wurzeln. 

Sobald sich die Wurzeln im Boden etabliert haben, schrumpfen die Ausläufer und trocknen aus. Unsere (große) Kulturerdbeere ist eine Sorte, die von zwei amerikanischen Arten der Scharlach-Erdbeere (Fragaria virginiana) und der Chile-Erdbeere (Fragaria chiloensis) stammt, die in Europa gemischt wurden.

Herkunft und Arten

Während die Vorfahren unserer großen Kulturerdbeeren aus Amerika stammen und mittlerweile auf der ganzen Welt angebaut werden, sind die in den Alpen beheimateten Walderdbeeren seit prähistorischer Zeit bekannt. Eine Version davon ist die Monatserdbeere (Fragaria vesca var. semperflorens), die vom Mai bis Oktober blüht. Aus der Kreuzung der Chile- und Scharlach-Erdbeere entstand die sogenannte Ananas-Erdbeere (Fragaria × ananassa), die bei den Experten als die Urform der heutigen Gartenerdbeere gilt. 

Ihre Früchte sind reich an Vitamin C und werden für Torten, Desserts und für Milch-Shakes verwendet. Viele Länder haben im 19. Jahrhundert ihre eigenen Sorten entwickelt, die sich speziell für ihre Regionen eignen. Zu den Hauptarten gehört neben der dominanten Handelssorte ( Fragaria × ananassa ), die Moschus- oder Hautbois-Erdbeere (F. moschata), die in einigen Gebieten wegen des einzigartigen Moschusaromas gepflanzt werden.

Steckbrief

Erdbeeren besitzen einfache Blüten und fünf Blütenblätter. Diese mehrjährigen, krautigen Pflanzen gehören zur Familie der Rosengewächse wie etwa auch Kirschen, Äpfel und Quitten etc. Die Pflanzen bilden kein Holz und wachsen daher am Boden.

  • Wuchstyp: Diese krautigen Stauden wachsen nicht hoch in die Höhe. Ihre Dreizähligen Blätter befinden sich auf langen, weich behaarten Stängel. Die Erdbeere vermehrt sich durch Ausläufer.
  • Wuchshöhe: Die Wuchshöhe von bewährten Erdbeersorten liegt bei maximal 40 Zentimetern. Monatserdbeeren erreichen im Vergleich dazu eine Höhe zwischen 5 und 25 Zentimeter.
  • Wuchseigenschaften: Die niedrig wachsenden, krautigen Pflanzen haben ein faseriges Wurzelsystem und eine Krone, aus der grundständige Blätter hervorgehen. Diese sägezahnförmigen Blätter sind zusammengesetzt und im Allgemeinen behaart.
  • Blütenfarbe: Erdbeeren haben meist weiße Blüten (manchmal sind sie auch rötlich), die sich in kleinen Büscheln auf schlanken Stängeln befinden.
  • Blütezeit: Die Blütezeit der Fragaria x ananassa oder Frangaria vesca liegt zwischen April und August.
  • Licht: Gartenerdbeeren gedeihen im Garten und auf dem Balkon. Sie benötigen einen sonnigen Standort, damit die Früchte reifen können. Erdbeeren können auch in Kübel gepflanzt werden und auf einem sonnigen Platz auf der Terrasse reifen. Monatserdbeeren sind weniger von der Sonne abhängig und dürfen daher auch im Halbschatten stehen.
  • Bodenart: Gartenerdbeeren lassen sich auf vielen Böden erfolgreich pflanzen. Der Boden soll locker sein. Erdbeerpflanzen haben nur einen geringen Düngerbedarf.
  • Bodenfeuchte: Allerdings sind Erdbeeren anfällig auf Trockenheit, daher benötigen sie einen feuchtigkeitsspeichernden Boden. Andernfalls müssen Gartenerdbeeren bewässert werden. Der pH-Wert des idealen Bodens liegt im leicht sauren Bereich zwischen 5,5 und 6,5. In frostigen Regionen können die Pflanzen mit Stroh oder Mulch abgedeckt werden. Hängende Erdbeeren kannst du in ausreichend großen Kübeln anpflanzen. Es ist sinnvoll, die Erde vorher mit Hydrogel zu mischen, auf diese Weise wird einer zu geringen Bodenfeuchte vorgebeugt. Auch eine Mulchschicht kann einen Feuchtigkeitsverlust verhindern.
  • Nährstoffbedarf: Zum Düngen eignet sich organischer Beerendünger. Denn Gartenerdbeeren vertragen weder mineralischen Dünger noch Gartenkompost. Kulturerdbeeren werden vor dem Pflanzen und danach jährlich im Herbst und Frühling gedüngt. Nach drei Jahren kann es allerdings zu einer gewissen Bodenmüdigkeit kommen, daher solltest du das Beet zwischendurch für einige Jahre mit anderen Kulturen bepflanzen.

Der ideale Standort für Erdbeeren

Erdbeeren benötigen einen sonnigen windgeschützten Standort zum Reifen. Steht dir nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung, hast du die Möglichkeit Kletter- und Hängeerdbeeren in Kübeln zu pflanzen und auf der Südseite des Balkons abzustellen.

Erdbeeren: Die richtige Pflege

Erdbeeren, diese beliebten Obstgewächse sind robust und pflegeleicht. Für einen guten Ertrag ist gesorgt, wenn der Boden gleichmäßig feucht gehalten wird und die Pflanzen bedarfsgerecht gedüngt werden. Obendrein ist es wichtig, dass du nach der Ernte das alte Laub abschneidest und die Unkräuter entfernst. 

Nach der Blüte kannst du Stroh, Holzwolle und Gemüsewolle auf den Boden legen, um die Ernte sauber und trocken zu halten. Wenn nach drei bis vier Jahren die Erträge nachlassen, solltest du den Standort wechseln, da sich wahrscheinlich eine gewisse Bodenmüdigkeit eingestellt hat.

Erdbeere gießen

Wie bereits kurz berichtet, benötigen die Erdbeerpflanzen einen gleichmäßig feuchten Boden. Daher ist es wichtig, dass sie bereits nach dem Pflanzen gewässert werden. Auch in den folgenden Monaten wird regelmäßig gegossen, andernfalls gibt es kleine Früchte und einen geringen Ertrag.

Erdbeere düngen

Wie bereits angeführt sollten Erdbeeren maximal zweimal jährlich mit einem organischen Beerendünger (nie auf trockenem Boden) gedüngt werden. Der Dünger wirkt über Monate. Mineralische Dünger und Gartenkompost eignen sich weniger als Düngemittel für Erdbeeren.

Erdbeere schneiden

Bei einmal tragenden Erdbeerpflanzen werden die trockenen Blätter direkt nach der Ernte mit einer Gartenschere oder einem scharfen Messer zurückgeschnitten. Denn zurückgeschnittene Pflanzen blühen und tragen üppiger. Außerdem werden die Ableger der Erdbeeren abgeschnitten, um die Mutterpflanze zu stärken. Diese Ranken mit den sogenannten Kindeln werden auch zum Vermehren gebraucht.

Erdbeere vermehren

Die gängigste Methode zur Vermehrung ist, die Junior-Pflanzen, die sich aus den Ausläufern der Mutterpflanze gebildet haben, abzutrennen. Danach können die Ausläufer in einem Topf (für einige Wochen) an einem sonnigen, windgeschützten Ort Kraft sammeln, bis sie wieder in den Garten gepflanzt werden. 

Du kannst die Jungpflanze aber auch in einen Kübel setzen, ohne die Nabelschnur abzutrennen. Erst nachdem sich der Wurzelballen gut entwickelt hat, wird die Verbindung getrennt und die Erdbeerpflanze ins Beet gesetzt. Monatserdbeeren lassen sich zudem durch die Aussaat vermehren.

Erdbeere überwintern

Im Winter werden Erdbeerpflanzen mit Reisig und Stroh abgedeckt. Allerdings muss etwas Luftzufuhr erhalten bleiben. Gegossen wird nur mäßig und an frostfreien Tagen.

Nützliches Zubehör

Du kannst dir mit Holzlatten eine vertikale Erdbeerpyramide bauen. Gartenerdbeeren lassen sich auch in großen Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon anpflanzen. Klassische Erdbeer-Pflanzkübel sind sowohl oben als auch an den Seiten mit Öffnungen versehen, in denen die krautigen Pflanzen eingesetzt werden können. Blumenkelle und Blumengabel sowie Beetkrümler sind unverzichtbare Gartenwerkzeuge.

Weiterführende Infomationen und Quellen

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