Ramblerrosen – Pflanzen, Pflegen & Tipps

Ramblerrosen sind eine Gruppe der Strauchrosen, die ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien stammen. Die meisten Ramblerrosen sind sehr robust und anspruchslos. Sie können in jedem Gartenboden gepflanzt werden, solange er nicht zu schwer ist. Ramblerrosen mögen sonnige oder halbsonnige Standorte.

Herkunft und Geschichte

Die Ramblerrose ist eine der beliebtesten Rosenarten in Europa. Sie ist eine Hybridrose, die im 19. Jahrhundert in England gezüchtet wurde. Ihre Eltern sind die Rosa rugosa, eine Wildrose aus Ostasien, und die Rosa wichuraiana, eine Wildrose aus China. Die erste Ramblerrose wurde 1817 von Peter Henderson in Edinburgh, Schottland, gezüchtet.

Die Ramblerrose ist benannt nach ihrem Wuchs: Sie klettert gerne an Bäumen und Sträuchern hinauf und wird daher auch als Kletterrose bezeichnet. Ihre Zweige sind sehr lang und biegsam und können bis zu 15 Meter lang werden. Die Rosenblüten sind klein und duften sehr intensiv. Sie blühen meistens im Juni oder Juli und kommen in den Farben Weiß, Rosa und Rot vor.

Die Ramblerrose ist sehr pflegeleicht und anspruchslos. Sie gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten und benötigt nur selten Dünger oder Pflanzenschutzmittel. Auch Krankheiten sind bei dieser Rose selten. Da die Ramblerrose relativ robust ist, eignet sie sich gut für Gärten, in denen andere Rosenarten nicht gedeihen würden.

Wenn Sie also eine Rose suchen, die wenig Pflege benötigt und trotzdem üppig blüht, ist die Ramblerrose genau die richtige Wahl für Sie!

Aussehen und Wuchs

Ramblerrosen können bis zu 15 Meter hoch werden und haben einen dicken, verzweigten Stamm. Die Blätter sind dunkelgrün und glatt. Die Blüten sind groß und leuchten in den Farben Weiß, Rosa oder Rot.

Ramblerrosen wachsen sehr schnell und können pro Saison bis zu einem Meter zulegen. Daher ist es wichtig, ihnen genug Platz zum Wachsen zu geben. Sie eignen sich am besten für Gärten mit viel Platz, da sie sonst schnell überhand nehmen können. Ramblerrosen benötigen nur sehr wenig Pflege und sind daher ideal für Anfänger. Sie sollten allerdings regelmäßig geschnitten werden, damit sie nicht zu wild wachsen. Im Frühjahr sollten die alten Triebe komplett entfernt werden, damit die Pflanze neue Triebe bilden kann.

Standort und Boden

Ramblerrosen benötigen mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag, um gut zu blühen. Sie bevorzugen einen humosen, durchlässigen Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Idealerweise sollte der Standort vor dem Pflanzen gründlich gelockert und mit Kompost angereichert werden. Die Pflanze ist anfällig für Staunässe, daher sollte der Standort nicht zu schattig sein. Ideal ist ein Platz an einer Mauer oder einem Zaun, an dem die Rosen sich nach oben ranken können.

Pflege

Ramblerrosen sind zwar anspruchslos, aber dennoch benötigen sie eine gewisse Pflege, um richtig gedeihen zu können. Zu den wichtigsten Punkten gehört hierbei die richtige Bewässerung. Ramblerrosen sollten nur bewässert werden, wenn die Erde trocken ist. Staunässe sollte vermieden werden, da dies zu Krankheiten und Schädlingen führen kann.

Düngung ist ebenfalls wichtig, allerdings sollte hier nicht zu viel genutzt werden. Zu Beginn der Vegetationsperiode reicht es aus, die Pflanzen mit einem Universaldünger zu versorgen. Später kann dann auf einen speziellen Rosendünger  umgestiegen werden. Die Düngergaben sollten immer moderat sein, da Ramblerrosen sonst leicht überdüngt werden können.

Die richtige Schneidetechnik ist ebenfalls entscheidend für eine gute Blüte. Die Pflanzen sollten im Frühjahr stark zurückgeschnitten werden. So können sich die Triebe besser entwickeln und die Blütenpracht kann sich voll entfalten. Im Laufe des Sommers können dann noch einmal leichte Schnitte vorgenommen werden, um die Pflanze in Form zu bringen.

Schneiden

Es ist wichtig, Ramblerrosen regelmäßig zu schneiden, damit sie buschig und üppig wachsen. Im Frühjahr sollten die Rosenbuschranken auf ca. 15 cm zurückgeschnitten werden. Die Seitentriebe, die im letzten Jahr gewachsen sind, sollten komplett entfernt werden. Dies stimuliert das Wachstum neuer Triebe. Im Sommer können die Rosenbuschranken ein weiteres Mal geschnitten werden, um die Blütenbildung anzuregen. Die Ranken sollten dann auf ca. 30 cm zurückgeschnitten werden. Auch hier gilt: Die Seitentriebe des Vorjahres entfernen, um Platz für neues Wachstum zu schaffen. Im Herbst können die Rosenbuschranken noch einmal geschnitten werden, allerdings nur um ca. 10 cm, da die Pflanzen jetzt Ruhephase eintreten und ihr Wachstum verlangsamt ist.

Winterschutz

Ramblerrosen sind zwar winterhart, doch für einen optimalen Winterschutz sollten sie vor dem ersten Frost mit einer Vliesdecke oder einem Schutznetz abgedeckt werden. Im Frühjahr ist es ratsam, die Pflanzen erneut zu düngen und ihnen immer wieder frisches Wasser zuzuführen.

Verwendung

Ramblerrosen sind eine beliebte Wahl für die Landschaftsgestaltung, da sie einzigartig sind und einen ganz besonderen Charme ausstrahlen. Sie eignen sich hervorragend für die Bepflanzung von Hecken und Pergolen, da sie sich perfekt an diese Strukturen anpassen. Außerdem können Ramblerrosen problemlos in Kübeln und Töpfen kultiviert werden, was sie zu einer flexiblen Gestaltungsmöglichkeit macht.

Sorten

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Ramblerrosen-Sorten, die in der Regel nach ihrer Farbe oder nach ihrem Blütenbild benannt werden. Die beliebtesten Sorten sind wohl die rosafarbenen Rosa ‚Wichuraiana‘, die weiße Rosa ‚Alba Maxima‘ und die gelbe Rosa ‚Lutea‘. Aber auch andere Farben wie violett (‚Paul’s Scarlet Climber‘), orange (‚Sally Holmes‘) oder pink (‚New Dawn‘) sind vertreten.

Die meisten Ramblerrosen blühen nur einmal im Jahr, aber es gibt auch einige Sorten, die so genannte reblühende Ramblerrosen, die mehrfach im Jahr blühen. Die bekannteste dieser Sorte ist wohl die Rosa ‚Alba Semi-Plena‘, die sowohl im Frühjahr als auch im Spätsommer blüht.

  • Rosa ‚Wichuraiana‘
  • Rosa ‚Alba Maxima‘
  • Rosa ‚Lutea‘
  • Rosa ‚Paul’s Scarlet Climber‘
  • Rosa ‚Sally Holmes‘
  • Rosa ‚New Dawn‘

Vermehrung

Ramblerrosen können auf verschiedene Weise vermehrt werden. Die am häufigsten angewandte Methode ist die Stecklingsvermehrung. Dazu werden im Frühjahr oder Spätsommer etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Triebe von einer gesunden Pflanze abgeschnitten. Die Schnittstellen sollten dabei sauber und scharf sein, damit die Wunden schnell abheilen können. Die Triebe werden anschließend in ein Glas mit Wasser gestellt und an einen warmen, sonnigen Ort. Nach einigen Tagen sollten sich an den Schnittstellen Wurzeln gebildet haben, die dann in einzelne Töpfe mit Torf-Sand-Gemisch umgepflanzt werden.

Neben der Stecklingsvermehrung kann man Ramblerrosen auch durch Aussaat vermehren. Hierfür werden im Frühjahr die Samen aus den Kapselfrüchten der Pflanzen gewonnen und in Torf-Sand-Gemisch ausgebracht. Die Aussaatschalen  
werden anschließend an einen warmen, sonnigen Ort gestellt, damit die Keimlinge schnell keimen können. Sobald die Pflanzen groß genug sind, um pikiert zu werden, werden sie in Einzelpotien umgepflanzt.

Krankheiten und Schädlinge

Ramblerrosen können von einer Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Die häufigsten sind Mehltau, Blattfleckenkrankheiten, Rostpilze, Insektenbefall und Schneckenfraß. Um Ihre Pflanzen gesund zu halten, sollten Sie regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten untersuchen und bei Bedarf behandeln.

Mehltau ist eine der häufigsten Krankheiten von Ramblerrosen. Er befällt die Blätter und Triebe der Pflanze und verursacht gelblich-braune Flecken. Wenn Mehltau nicht rechtzeitig behandelt wird, kann er die gesamte Pflanze killen.

Blattfleckenkrankheiten sind ebenfalls sehr häufig und können die Blätter, Triebe und Knospen der Pflanze befallen. Die Flecken sind in der Regel gelb oder braun und können sich über die gesamte Pflanze ausbreiten. Wenn nicht behandelt, können diese Krankheiten die Pflanze schwächen und sogar töten.

Rostpilze befallen in der Regel die Blätter der Pflanze und verursachen gelbliche oder braune Flecken. Wenn nicht behandelt, können Rostpilze die Blätter absterben lassen und die Pflanze schwächen.

Insektenbefall ist ein weiteres häufiges Problem von Ramblerrosen. Einige der häufigsten Insekten, die Ramblerrosen befallen, sind Blattläuse, Spinnmilben, Thrips und Zikaden. Diese Insekten saugen das Saft aus den Blättern und Triebe der Pflanzen und verursachen so gelbliche oder bräunliche Flecken. Wenn nicht behandelt, können diese Insekten die Pflanzen schwächen und sogar töten.

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